GEDANKE DES MONATS OKTOBER

Viele Ausbildungsbetriebe tun eine ganze Menge für ihre Azubis: Es gibt feste Ansprechpersonen, gemeinsame Aktionen, Feedbackgespräche, Prüfungsvorbereitung, gute Ausstattung und viel persönliches Engagement. Wenn ich mit Ausbildungsverantwortlichen spreche, spüre ich oft sehr schnell, wie viel Herzblut sie für eine gute Ausbildung haben.

Manchmal sind sie trotz dieses großen Engagements unzufrieden, denn irgendwie scheint es bei den Auszubildenden anders anzukommen als gedacht. Dann lohnt sich die Frage: „Wie erleben die Azubis ihre Ausbildung eigentlich?“

Zwischen dem, was ein Betrieb anbietet, und dem, was im Alltag ankommt, kann ein Unterschied liegen. Ein Ausbilder ist überzeugt, jederzeit ansprechbar zu sein. Ein Azubi wartet trotzdem mehrere Tage mit einer Frage, weil für ihn der richtige Moment fehlt. Die Geschäftsführung hat klare Vorstellungen davon, wie Ausbildung laufen soll. Im Team werden diese Vorstellungen ganz unterschiedlich gelebt. Ein Feedbackgespräch steht fest im Kalender. Für den Azubi bleibt daraus vielleicht ein einziger Satz hängen.

Haben Sie Ihre Auszubildenden schon einmal gefragt, wie sie ihre Ausbildung erleben? Wer als Geschäftsführung oder Ausbildungsverantwortliche:r wirklich wissen möchte, an welchen Stellen die Ausbildungsarbeit weiterentwickelt werden kann, damit mehr vom eigenen Engagement bei den Azubis ankommt, braucht verschiedene Blickwinkel. Welche Fragen helfen dabei? Und wen sollte man fragen?

Jede Person blickt mit eigenen Augen auf ein und dieselbe Situation. Wenn mehrere dieser Sichtweisen zusammenkommen, wird das Bild vollständiger. Genau deshalb arbeite ich bei der Standortbestimmung mit mehreren Perspektiven. Geschäftsführung und Ausbildungsverantwortliche sind immer dabei. Auszubildende, Kolleg:innen, Marketing- oder Personalverantwortliche oder eine weitere Führungskraft können das Bild ergänzen. Insgesamt fließen bis zu fünf Blickwinkel ein.

Zu zwölf relevanten Themenfeldern rund um gute Ausbildung beantworten alle dieselben Fragen. Dadurch wird sichtbar, an welchen Stellen Ausbildung bereits sehr gut funktioniert, wo die Einschätzungen auseinandergehen und wo sich ein genauerer Blick lohnt. Im gemeinsamen Gespräch kristallisieren sich daraus drei Ziele heraus, auf die sich der Betrieb konzentrieren möchte.

Eine solche Standortbestimmung schafft Klarheit. Für mich ist sie wie ein Kompass: Sie zeigt, in welche Richtung der nächste Schritt sinnvoll sein kann. Das vorhandene Engagement bekommt dadurch einen klaren Fokus.

So wird aus viel Engagement Schritt für Schritt Ausbildungsqualität, die auch bei den Azubis ankommt.

Was tun Sie für Ihre Azubis – und was davon kommt bei ihnen tatsächlich an?

Sie wollen herausfinden, welches ihre drei nächsten Hebel für Ihren Ausbildungsbetrieb sind? Buchen Sie einen Termin für ein Passungsgespräch und lassen Sie uns sprechen.